gemeinsam leben – gemeinsam lernen Allee-Schulhaus Wil

Wei(h)ergeschichten

Anstatt in den Wald gings für uns einmal an den Weier. Dort schrieben wir verschiedene Geschichten, die von dem Weierumfeld inspiriert wurden.
Es ging so: Jemand begann eine Geschichte zu schreiben. Dann gab es ein Signal und es gab einen Wechsel. Die Geschichte blieb an Ort, jedoch kam ein neuer Autor/eine neue Autorin, der/die dann an der Geschichte weitergeschrieben hat. So schrieben immer mehrere Kinder an einer Geschichte.

Lilli und der kleine Vogel
 
Es gab einmal einen kleinen Vogel. Er hatte sehr viele gute Freunde. An einem Tag versuchte er zu fliegen aber seine Flügel funktionierten nicht sehr gut. Auf einmal stürzte er ab und landete in einem Teich. Der kleine Vogel konnte aber nicht schwimmen.
Auf einmal hat ihn etwas an den Beinen gezogen. Er hat panisch gepiepst. Als er am Ufer lag, sagte ihm eine Ente ganz freundlich: ,,Hallo’’. Aber für das kleine Kind Lilli hat es sich angehört als würden sie streiten und sie scheuchte die Vögel weg. Die Ente flog ganz schnell in den Teich. Lilli nahm den Vogel mit nach Hause. Leider war Lillis Mutter nicht sehr entzückt. Sie erklärte Lilli, dass man Vögel nicht nach Hause nahm. Lilli versank in Trauer. Also musste sie den Vogel wieder zum Teich bringen. Lilli war traurig, aber als sie sah wie gut sich der Vogel mit der Ente verstand, konnte sie ihn nicht wieder mitnehmen. Sie verabschiedete sich von ihm. Damit es ihr nicht so schwierig fiel, kam sie jeden Tag nach der Schule zum Teich, um nach ihm zu schauen.
Doch an einem Tag begrüsste sie ihr Vogel nicht. Sie hatte Panik und Angst. Sie wusste nicht wo ihr Vogel war. Sie rannte mindestens zehnmal um den Teich, doch ihr Vogel war nicht da. Sie bekam Tränen in den Augen und verfiel in Trauer.
,,So, so findest du deinen Vogel nicht mehr?’’, fragte eine Stimme hämisch. Lilli drehte sich erschrocken um. Es klang nach Kayla. Kayla mobbte Lilli immer in der Schule. Neben ihr standen Nick und Ben. Ben hielt den Vogel den Vogel in der Hand. ,,Hey lass ihn sofort los!’’, schrie Lilli und hatte immer noch Tränen in den Augen. ,,Warum sollten wir ihn loslassen?’’, fragte Nick. ,,So vergeht uns doch der Spass!’’, grölte Ben. Alle drei lachten böse. ,,Warum tut ihr das?’’, jammerte Lilli. Auf einmal flog die Ente herbei. ,,Lass meinen Freund los!’’, rief sie. Die anderen verstanden nur Gequake.
,,Das ist aber eine mutige Ente’’, höhnte Ben. Die Ente wurde dann nur noch mehr sauer. ,,Ich habe gesagt, lass sie los!’’, schrie sie und stürzte sich auf die drei. Ben und Nick begannen gleichzeitig zu schreien, während Kayla wegrannte. Die Ente pikste Ben so lange, bis er den Vogel freigab, und zusammen mit Nick floh. ,,Danke liebe Ente’’, bedankte sich Lilli. Seit diesem Tag waren die drei unzertrennlich. Lilli erzählte alles ihrer Mutter und diese hat sogar erlaubt, dass die Ente und der kleine Vogel bei ihnen einziehen dürfen.

Die Rutschbahn
Es war einmal eine Rutschbahn. Diese Rutschbahn war sehr bekannt.
Jeden Tag rutschen tausende Kinder auf ihr runter.
Doch eines Tages kam ein Mädchen. Sie war kein normales Mädchen.
Sie war sehr klein und hatte knallpinkes Haar. Die Rutschbahn fand dieses
Mädchen wunderschön, aber die anderen Leute glotzten sie nur blöd an.
Sie sass traurig auf der Rutschbahn. Da fing die Rutschbahn an zu
sprechen. Die Rutschbahn sprach zu ihr: »Hör zu kleines Mädchen- «
«Ich heisse Tessa», sagte sie. »Okay dann hör zu, Tessa. Du bist wunderschön
und du solltest nicht darauf achten was die anderen über dich sagen.
Sei für dich schön. Die sind sowieso nur eifersüchtig. »
In Tessas Gesicht bildete sich ein Lächeln. Sie schien das erste Mal nach langer
Zeit wieder zu lachen. »Danke! «, sagte Tessa zur Rutschbahn.
Sie wurde also sie selbst und so hatte sie immer mehr Freunde, die sie genauso
mochten wie sie ist. So kam Tessa fast jeden Tag zur Rutschbahn. Eines Tages
fragte Tessa die Rutschbahn: »Heisst du wirklich so? « Die Rutschbahn
antwortete nicht. «Du musst es nicht sagen we-« «Jack», sagte die Rutschbahn
plötzlich. «Jack?», fragte Tessa verwundert. «Ja, Jack», sagte die Rutschbahn.
«Weisst du ich war früher auch ein Mensch wie du…», erzählte die Rutschbahn.
Seine Stimme zitterte. «Eines Tages war ich mit meinen Eltern draussen».
«Ich wollte zum Spielplatz aber dann…», seine Stimme bebte.
«Ach vergiss es», flüsterte die Rutschbahn. Tessa schaute die Rutschbahn
besorgt an. Die Rutschbahn sagte: »Sie, die Hexe hat mich verändert. Ich war
auf der Rutschbahn und wollte herunter rutschen plötzlich brach sie.
Die Hexe fand das so schlimm und hat mich darum in eine neue Rutschbahn
verhext. An das mag ich mich noch erinnern an die gemeine Hexe.
Darum habe ich dir auch gesagt das du so bist wie du bist und du wundervoll
und einzigartig bist». Tessa war nahe vor den Tränen. Sie wollte immer bei
ihrem besten Rutschbahnfreund bleiben. In der Schule glaubte das sicher
niemand das ihr bester Freund eine Rutschbahn war. Aber für sie war es so.
Und sie ist auch so wie sie ist.